Erfolgreicher Content veröffentlichen dank Strategie

Wie du ein Konzept für deinen Blog erstellst und jahrelang davon profitierst

Einfach drauflosschreiben: So starten viele Blogs. Und das ist auch nicht grundsätzlich falsch. Doch ein klares Blog-Konzept hilft Blogger:innen dabei, mit weniger Aufwand mehr zu erreichen.

Warum wird dein Blog durch ein Konzept erfolgreicher?

Ein Blog mit eindeutiger Zielgruppe, klar umgrenztem Themengebiet und Zielen bündelt alle Mühen auf deine Ziele. Jeder Blogartikel hilft dir dann dabei:

  • Deine Zielgruppe direkt anzusprechen.
  • Für wichtige Keywords von Google und Co. als relevant gesehen zu werden.
  • Inhalte zu bieten, die deine Leser:innen interessieren.
  • Deine Unternehmensziele mit dem Blog zu erreichen.


Das bedeutet nicht zwangsweise, dass dein Blog durch das Konzept direkt erfolgreich ist. Doch er hat eine solide Grundlage dafür, mittelfristig Leser:innen und Suchmaschinen von sich zu überzeugen. Und wenn dein Blog trotz allem nicht erfolgreicher werden will, kannst du auf Grundlage deines Blogkonzepts zielgerichtete Maßnahmen ergreifen. Du kannst dann besser Fehlersuchen und einfacher herausfinden, auf welcher Ebene Blogkonzept, Reaktionskonzept, Redaktionsplan und Contenterstellung nicht zusammenpassen.

Was ist ein Konzept für Blogs?

Mit einem Blog-Konzept legst du fest:

 

  1. Was der Blog erreichen soll.
  2. Welche Zielgruppe er anspricht.
  3. Welches Alleinstellungsmerkmal er haben soll.

 

Auf dieser Grundlage kannst du dann ein redaktionelles Konzept erstellen:

  • Welche Themen der Blog (nicht) anspricht.
  • Welche Keywords abgebildet sein sollen.
  • Welche Kategorien und Tags es gibt.
  • Ob es besondere Rubriken geben soll und welche.
  • Wie häufig Blogartikel veröffentlicht werden sollen.
  • Wie ein Blogartikel aussehen soll.
  • Welche Tonalität und Stil du anstrebst

 

Aus dem redaktionellen Konzept folgt dann der Redaktionsplan. In ihm legst du fest, welche Blogbeiträge du zu welchem Zeitpunkt veröffentlichen willst und ob einzelne Artikel zusammenhängen.B

Warum hilft ein Blog-Konzept auch Drauflos-Schreiber:innen ohne Unternehmen?

Selbst motivierteste Blogger:innen stoßen irgendwann an ihre Kreativitätsgrenzen: Wenn mal nichts Kontroverses in der Branche los ist, keine Leser:innenfrage eintrudelt und alle Grundlagen erklärt sind, fällt die Themensuche schwer. Ein Konzept hilft dann dabei, neue Themenfelder zu finden oder die gewählten noch gründlicher zu erschließen.

Außerdem hilft ein gutes Konzept für deinen Blog dabei, erfolgreicher zu sein. Das wiederum erleichtert es am Ball zu bleiben, wenn du mal keine Lust hast. Egal, ob du möchtest, dass dein Unternehmen mehr Verkäufe erzielt, du deinen Blog monetarisieren willst oder du von Luft und Liebe (also Kommentaren und guten Rankings) lebst: Wenn du siehst, was du bewirkst, fällt dir die Arbeit leichter.

Blogkonzept: Was kann dein Blog erreichen? Diese Ziele sind möglich

Ein Unternehmensblog kann im Rahmen des Online-Marketings viele unterschiedliche Funktionen einnehmen. Die bekanntesten sind:

Kunden-bindung

Sichtbarkeit

Branding

Reichweite

Lead-Generierung

Vor allem im Content-Marketing ist ein Blog ein wichtiges Mittel: Dadurch, dass du deine Zielgruppe immer wieder mit hilfreichem und interessantem Content ansprichst, lernt sie dich immer besser kennen. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich zukünftig für deine Produkte entscheiden wird.

 

Aus diesen Zielen solltest du außerdem passende KPIs (Key Performance Indikatoren) ableiten, an denen du den Erfolg messen kannst. Je nachdem, welches dein Ziel ist, ist es jedoch mehr oder weniger schwammig zu erkennen, wie genau dein Blog sich auf deine Ziele auswirkt.

 

Die folgenden KPIs können dir helfen. Aber ihre Auswahl ist nicht in Stein gemeißelt und hängen auch von deinen Möglichkeiten ab. Du solltest in jedem Fall überdenken, wie gut der KPI deine Ziele abbilden kann und dich im Zweifel noch einmal umfangreicher mit Controlling und Monitoring auseinander setzen:

 

  • Sichtbarkeit: Hier hilft ein Sichtbarkeitsindex wie von Sistrix oder der Online Value Index von Xovi. Viel einfacher, aber auch ungenauer ist es beispielsweise, die Impressionen und die Rankings in der Search Console heranzuziehen.
  • Reichweite: Für die Reichweite eignen sich Kennzahlen wie Impressionen, Besucher oder auch Klicks.
  • Branding: Leider nur per Marktforschung gut messbar. Die KPIs wären hier Markenbekanntheit und Assoziationen zur Marke.
  • Kundenbindung: Wiederkehrende Besucher sind hier eine wichtige Kennzahl.
  • Lead-Generierung: Neuanmeldungen im Newsletter, Anzahl an Beratungsanfragen oder wie auch immer dein Wunsch-Lead aussieht.

Warum ist es so wichtig, deine Zielgruppe zu finden?

Wer für alle bloggt, bloggt für niemanden. Ein wichtiges Merkmal eines erfolgreichen Blogs ist eine genaue Zielgruppenansprache.

Du willst mit deinem Blog Menschen davon überzeugen, regelmäßig zu dir zurückzukehren, vielleicht sogar deinen Newsletter zu abonnieren. Doch das gelingt dir nur, wenn sich Menschen stark angesprochen von deinen Inhalten fühlen und dir darin vertrauen, wertvolle Inhalte für sie zu erstellen.

Dafür musst du aber natürlich wissen, für wen du schreibst. Das ist leichter gesagt als getan. „Alle, zwischen 30 und 50 Jahren, die gerne Fahrrad fahren und Urlaub an der Nordsee machen“ klingt spezifisch, ist bei näherer Betrachtung aber super ungenau.

Stell dir vor, du leitest ein Hotel und willst einen schönen und interessanten Blog für alle erstellen, die in der Umgebung Fahrrad fahren (um deine Zielgruppe anzusprechen). Dann sind für dich zusätzlich ganz andere Dinge relevant:

  • Wie viel Geld geben sie aus?
  • Sind sie allein, zu zweit oder in Gruppen unterwegs?
  • Warum sind sie gerne an der Nordsee?
  • Machen sie Tagestouren oder Radwanderungen?
  • Wie interessiert sind sie an Kultur oder Natur?
  • Suchen sie die sportliche Herausforderung oder wollen sie lieber gemütlich die Gegend erkunden?
  • Versorgen sie sich selbst oder suchen sie nach Möglichkeiten, in sportlicher Kleidung essen zu gehen?

 

Jede dieser Fragen wirkt sich auf die Themen aus, die in einem Blog relevant sind.

So findest du deine Zielgruppe

1

Stell dir einmal eine Gruppe von zwanzig deiner Kunden vor: Welche Kundentypen bereiten dir Freude bei der Arbeit und mit wem arbeitest du regelmäßig gewinnbringend zusammen? Suche drei Personen heraus und sehe dir sie genau an.

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Jetzt tun wir etwas, das ich persönlich nicht ganz so gerne mag, für dein Unternehmen aber wichtig ist:

Wenn eine dieser der Personen

  • viel Aufwand verursacht
  • Auf jeden Cent achten muss
  • gar nicht gerne Zeit online verbringt

 

-> eignet sie sich nicht als Persona für dein Unternehmen.

3

Überlege dir nun, welche Eigenschaften eine geeignete Person hat und schreibe sie auf:

  • Ungefähres Alter
  • Ungefährer Bildungsgrad
  • Familienstand
  • Ungefähres Einkommen
  • Hobbys und Interessen

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Außerdem solltest du dir überlegen:

  • Welche Produkte/Dienstleistungen sie bei dir erwirbt
  • Welches Problem löst sie damit?
  • Welche Eigenschaften sind ihr an deinen Produkten wichtig?
  • Warum schätzt sie dein Unternehmen?
  • Warum kauft sie erneut bei dir?

+ Extraaufgabe

Außerdem kannst du der Persona mehr Persönlichkeit geben, wenn du dir überlegst, wie sie ihre Freizeit verbringt:

  • Was sind ihre Hobbys?
  • Mag sie Musik, Kunst, Filme und Serien?
  • Welcher Charaktereigenschaften machen sie aus?
  • Welche Stärken und tiefere Kenntnisse hat sie?
  • Wann ist sie online?
  • Warum ist sie online?
  • Welche Ziele und Träume hat sie?

Persona erstellen

Nachdem du diese Punkte festgehalten hast, erhältst du ein klares Bild davon, für wen du schreibst. Wenn du jetzt deinen Blogartikel schreibst, solltest du diese Person immer im Hinterkopf haben, beziehungsweise während des Schreibens in einem imaginären Dialog mit ihr stehen.

  • Was möchte Christian wissen?
  • Wie erklärst du es so, dass Christian es versteht und nicht gelangweilt ist?
  • Musst du dich kürzer fassen?
  • Welche Informationen interessieren Christian außerdem?
 

Auch bei der Themenauswahl und Gliederung ist die Persona dann auf ähnliche Weise hilfreich:

Interessiert Christian das Thema überhaupt? Und falls ja: Was interessiert Christian daran? Welches Vorwissen bringt er mit?

Warum hält dich der klare Fokus auf deine Zielgruppe in der Spur?

Vielleicht geht es dir auch so: Nichts ist für mich anstrengender, als mich zwischen zwei Möglichkeiten zu entscheiden, die ähnlich auf mich wirken. Mit einem Konzept hast du dir schon viele Gedanken gemacht und kannst dann ganz einfach aussortieren, was nicht passt.

  • Musst du Artikel schreiben, die für deine Mitarbeiter:innen relevant sind? Wenn sie nicht zur Zielgruppe gehören, nein!
  • Musst du den neusten Hot Take deines größten Konkurrenten kommentieren? Wenn das Verständnis für deine Blog-Zielgruppe zu viel Fachwissen erfordert, natürlich nicht!
  • Solltest du einen ausführlichen Leitfaden darüber veröffentlichen, wie Senior:innen dein Produkt nutzen können? Wenn sie gar nicht online sind: Warum solltest du?


Wenn du weißt, für wen du schreibst, kannst du unnötige Themen aussortieren, ohne weiter darüber nachzudenken. Dinge, die dir möglicherweise elementar vorkommen, weil sie für dein Unternehmen eine enorme Bedeutung haben, sind bei näherer Betrachtung für deine Zielgruppe oft gar nicht relevant.

Sich mit einem klaren Konzept auf die Zielgruppe zu konzentrieren, verhindert, dass du zu viel Energie auf Dinge verwendest, die nicht zielgruppenrelevant sind.

Wie erkennst du, dass Zielgruppe und Blog zusammenpassen?

Es gibt eine KPIs, die dir zeigen, wie relevant deine Inhalte für deine Zielgruppe sind. Darunter fallen:

  • Interaktionsdauer: Hier siehst du, wie lange sich Besucher:innen auf deinem Blog aufhalten.
  • Absprungrate: Hier siehst du, wie viele Nutzer:innen nichts Interessantes in deinem Blog gefunden haben.
  • Scrolls: Wer nicht scrollt, interessiert sich wirklich gar nicht für den Inhalt, den er bei dir aufgerufen hat.
  • Ereignisse pro Sitzung: Viele Ereignisse pro Sitzung bedeutet viele Klicks, Scrolls, Conversions und Co. Dementsprechend ist ein hoher Wert ein gutes Zeichen dafür, dass deine Inhalte sehr relevant sind.

 

Einen Haken hat die Sache jedoch: Du musst aus deinen Daten deine Zielgruppe herausfiltern. Dies gelingt dir je nach Art der Datenerhebung mehr oder weniger gut. Gerade dann, wenn du keine Daten wie Geschlecht, Interessen oder Alter erhebst, fehlen dir wichtige Merkmale zur Eingrenzung.

Warum brauchst du einen Unique Selling Point (USP) für dein Blog-Konzept?

Es ist wichtig, deinen Blog eindeutig zu positionieren. Dieses Alleinstellungsmerkmal hebt deinen Blog von anderen Blogs ab und führt dann erst dazu, dass Menschen wiederkehren.

 

Wie du deinen USP finden kannst

Wenn du weißt, welche Werte und Bedürfnisse deine Zielgruppe hat, ist es relativ leicht, einen oder mehrere Alleinstellungsmerkmale zu finden, die dies abbilden. Um einen solchen USP zu erkennen, ist es jedoch auch wichtig, die Konkurrenz zu kennen. Deswegen solltest du gründlich recherchieren, welche Blogs:

  • Von deinen Konkurrent:innen geführt werden
  • Bei Google für wichtige Keywords gut gelistet sind
  • In Social Media gut ankommen

 

Es lohnt sich, die Blogs genauer zu studieren: Was machen sie deiner Meinung nach gut und was nicht so gut? Welche Themen behandeln sie? Glaubst du, dass die Zielgruppe ähnlich ist wie deine? Du kannst dir auch bei Blogs aus anderen Branchen USPs abschauen und auf deinen Blog übertragen.

Dein USP kann sich dabei fast automatisch entwickeln, wenn deine Zielgruppe sehr eng ist. Wenn ich mich zum Beispiel dafür entscheide, für Menschen zu bloggen, die in einer Schnittstelle aus Marketing und Medizin arbeiten und darauf jeden Content zuspitze, ist das USP und zielgruppenspezifisch zugleich. Auch das Thema kann ein USP sein, wenn es noch niemand anderes behandelt.

Die Tonalität kann eine wichtige Rolle spielen: Besonders offen und direkt, witzig oder verständnisvoll und emotional zu sein, kann deinen Blog von anderen deutlich abgrenzen.

Fazit

Eine Blog-Strategie ist zuerst aufwändig, nimmt dir dann jedoch viel Arbeit ab. Sie verhindert, dass du Content produzierst, der nicht für deine Zielgruppe geeignet ist und hilft dir dabei, deinen Blog erfolgreicher zu machen. Sie ist die Grundlage für alle weiterführende Überlegungen. Deswegen solltest du unbedingt ein Konzept für deinen Blog entwickeln und so zielgerichteter Themen finden, deine Zielgruppe ansprechen und so mehr Leser:innen von deinen Inhalten begeistern.

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